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Wechseljahre

Wechseljahresbeschwerden in den Griff bekommen und gestärkt in die zweite Lebenshälfte starten

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Mio. Frauen in Deutschland
sind in den Wechseljahren

1,000,000,000

weltweit

Beschwerden gezielt
bekämpfen

Bereits der Gedanke daran, dass das Klimakterium beginnt, verursacht bei manchen Frauen Ängste, Frustration oder Verdrängung.

Die Menopause ist ein normaler Teil des menschlichen Alterns, dennoch haben die Wechseljahre wenig von Ihrem alten Schrecken“ verloren – allen neuen medizinischen Erkenntnissen und Fortschritten zum Trotz. 

Dahinter stecken oftmals überholte Vorstellungen, die bei Patient:innen aber auch bei vielen Ärzt:innen verbeitet sind. Noch immer werden viele Betroffene mit Ratschlägen wie „stell Dich nicht so an“ oder „da muss jede Frau durch“ abgespeist.

Zum Glück lassen sich die gesundheitlichen Herausforderungen und Beschwerden, die in der Lebensmitte auftreten können, heutzutage in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen.

"Wechseljahre" - was soll das überhaupt heißen ?

„Wechseljahre“ ist der gebräuchliche Name für das Klimakterium, also für die Lebensphase, in der die weiblichen Eierstöcke Ihre Funktion zum Eisprung verlieren und damit die Produktion von Progesteron und Östrogen zum Erliegen kommt. Der Begriff, der eher Assoziationen ans Tierreich weckt, an Metamorphose, Fell-, Farb- oder Gestaltwechsel erinnert, drängt die Frage auf: Zu welchem Wesen soll die Frau nach diesen „Wechseljahren“ eigentlich werden? 

Die Sorge vor einem ungewissen „Wechsel“ und die Angst vor den Nebenwirkungen einer Hormonersatztherapie führt manche Frauen in die Verdrängung oder in das Verschweigen von oftmals (unnötigen) langjährigen körperlichen Beschwerden. Noch immer wird zu wenig über die Wechseljahre gesprochen. Medizin, Politik und Medien behandelten das Thema bislang nur mit spitzen Fingern. Wenn die Phase der weiblichen Lebensmitte einen „Wechsel“ benötigt, dann doch eher einen Wechsel im gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema. Es sollte sich von selbst verstehen, dass die Frau Frau bleibt – auch nach den Wechseljahren. 

Wir verfolgen einen offenen und bejahenden Umgang mit dem Klimakterium. So lassen sich Signale der körperlichen Anpassungsprozesse frühzeitig und aufmerksamer wahrnehmen. Unserer Erfahrung nach ist dies der beste Weg, um Optionen der Therapie zu maximieren, Gesundheit sowie Wohlbefinden zu erhalten – und das idealerweise mit ganz natürlichen oder möglichst schonenden Verfahren.  

Die Informationen auf dieser Seite helfen Ihnen hoffentlich auch weiter, wenn Sie keine oder nur geringe Beschwerden empfinden. Denn ob die Wechseljahre für Sie ein Problem sind oder nicht, ihr Körper verändert sich ganz natürlich. Damit verbunden sind Umstellungen, die sie kennen sollten, um möglichst viele weitere Jahre gesund, fit und positiv zu bleiben

Empfinden während der Wechseljahre

Frauen mit Beschwerden 66%

Frauen mit Beschwerden.

...mit starken Beschwerden 33%

….mit starken Beschwerden

...ohne Beschwerden 33%

…ohne Beschwerden

(Quelle: Sievert LL, Obermeyer CM: Symptom clusters at midlife: a four-country comparison of checklist and qualitative responses. Menopause 2012; 19: 133–44.)

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%

fühlen sich nicht gut über das Thema informiert

(Quelle: Repräsentative Umfrage der Forsa im Auftrag von Besins Healthcare Germany, 2020. )

Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre (Klimakterium) sind ein Prozess, bei dem die Eierstöcke nach und nach ihre Funktion verlieren, bis sie keine Follikel mehr produzieren können. Der Eisprung bleibt aus und es kommt zur letzten Monatsblutung, genannt Menopause. Im Gegensatz zum männlichen Körper, bei dem Hormone von den Hoden (nicht von den Spermien) produziert werden, hängt die Hormonproduktion der Frau direkt von der Eizelle und deren Reifung im Eibläschen (Follikel) ab. Da der Vorat an Follikel endlich ist und sich im Laufe der Wechseljahre erschöpft, kommt die Produktion von Progesteron und Östrogen zum Erliegen. Das feine hormonelle Gleichgewicht zwischen Östrogen, Progesteron und Testosteron kann dadurch gestört werden. Das kann wiederum eine Reihe von unerwünschten körperlichen Reaktionen auslösen. Der ganze Prozess umfasst mehrere Jahre und unterteilt sich in drei Phasen: die Prämenopause, die Perimenopause und die Postmenopause.

Perimenopause 

Reden wir über die Wechseljahre, meinen wir damit gewöhnlich die Perimenopause. Sie bezeichnet die Zeit vor der letzten Periode. Im Zuge von Zyklusveränderungen kommt es zu Hormonschwankungen. Mit ihnen verbunden sind klassische Symptome wie Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und Hitzewallungen, aber auch weniger bekannte Erscheinungen wie depressive Verstimmungen, Migräne oder vermehrte Blasenentzündungen. Der Beginn des Klimakteriums liegt allerdings schon deutlich vor dem Auftreten dieser Beschwerden; manchmal bereits in einem Alter von 35 Jahren. Diese frühe Phase wird Prämenopause genannt.

Prämenopause

In der Prämenopause kommt die innere Automatik des Eisprungs zunächst ins Stolpern. Die Periode wird unzuverlässiger, zyklusbedingte Stimmungsschwankungen werden heftiger. Möglicherweise leidet die Libido, ändert sich die Wahrnehmung alltäglicher Situationen oder die Bewertung von Beziehungen. Viele Frauen verspüren zu dieser Zeit noch keine Veränderung. 

Postmenopause

Schließlich folgt auf die Menopause die Postmenopause. In ihr sinken die Hormonspiegel nicht weiter ab. Jetzt gilt es, die neuen gesundheitlichen Herausforderungen zu meistern, die sich dem Körper durch die Hormonumstellung stellen. Dazu zählen Veränderungen wie Schleimhautrockenheit, Brennen und Jucken der Vagina, Schmerzen beim Sex, Inkontinenz und Erkrankungen wie Knochendichteabbau oder Diabetes.

Hat bei mir die Perimenopause eingesetzt?

Machen Sie hier den Test!

Wie viele Punkte treffen auf Sie zu?

1. Meine Zykluslänge hat sich verändert oder schwankt.

2. Ich habe neuerdings unterschiedlich langen/starken Blutungen.

3. Ich habe neuerdings längere blutungsfreie Phasen.

4. Meine Stimmung ist im Vergleich zu früher anhaltend beeinträchtigt.

5. Ich leide unter neu aufgetretenen Schlafstörungen.

6. Ich stelle neu aufgetretene Konzentrationsstörungen fest.

7. Meine Leistungsfähigkeit hat sich verschlechtert.

8. Ich bekomme (anders als früher) gelegentlich Hitzewallungen.
Ergebnis
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ist das Durchschnittsalter
zu Beginn der Menopause

45 Jahre

sind Frauen nicht selten, wenn die Perimenopause einsetzt
- in einigen Fällen sogar
noch jünger

Welche Beschwerden können in den Wechseljahren auftreten?

Eine breite Palette an Symptomen. Zudem können sie widersprüchlich erscheinen. Das liegt daran, dass die ins Ungleichgewicht geratenen Hormone Östrogen, Progesteron und Testosteron zum Teil untereinander gegensätzlich wirken.

Zu möglichen Beschwerden zählen:

  • wiederkehrendes Gefühl von Hitzestau

  • Jucken, Brennen oder Schmerzen in der Vagina

  • erhöhte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen

  • Schlafstörungen

  • Inkontinenz

  • Gewichtszunahme

  • Depressive Verstimmungen

  • Schmerzen in Gelenken und Muskeln

  • Kopfschmerzen und Migräne

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Schleimhauttrockenhet

  • Herzbeschwerden

  • Schwindel

  • Tinnitus

  • Libidoverlust

Gemeinsam
den richtigen Weg finden

Wechseljahre werden sehr unterschiedlich empfunden. Körperliche Anpassungen an Hormonschwankungen gelingen jeder Frau in einem anderen Tempo und mit mehr oder weniger Beschwerden. Es ist wichtig, mit einem Arzt oder Ärztin zu sprechen, um die beste Behandlungsoption für jede individuelle Situation zu finden.

In vielen Fällen können pflanzliche Präparate, Akupunktur oder Entspannungstechniken bereits Erleichterung bringen. Bewirken  diese Maßnahmen nicht die erhoffte Linderung oder verschlimmern sich die Beschwerden, ist der Ausgleich des gestörten Hormongleichgewichts eine andere Möglichkeit.

Die Hormonersatztherapie (HRT) löst noch heutzutage bei vielen Frauen Ängste aus. Dabei hat sich die Medizin in diesem Bereich weiterentwickelt und aus früheren Fehlern gelernt. 

Bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden kommen heute „bioidentische“ Hormone zum Einsatz. Sie entsprechen exakt den vom Körper selbst gebildeten Hormonen. Sie sind also natürlich und haben mit künstlichen Präparaten, die zu früheren Zeiten bei der HRT verwendet wurden, nichts mehr zu tun. Ähnlich groß ist die Kluft, die sich zwischen früherer und heutiger gebräuchlicher Dosierung und Anwendung klafft. Moderne bioidentische Hormone kommen in sehr viel geringerer, individuell angepasster Dosierung zum Einsatz. Zudem müssen Sie heute nicht mehr ausschließlich über den Magen-Darm-Trakt ins Blut aufgenommen werden, sondern direkt über die Mundschleimhaut, Haut oder die Vagina. 

Falls dieser Weg für Frauen mit Wechseljahresbeschwerden infrage kommt, ist es wichtig, den richtigen Startpunkt zu finden und nicht zu spät zu beginnen sowie Vorerkrankungen, familiäre Vorbelastungen auszuschließen. Die Bestimmung eines Hormonstatus als Referenzrahmen sowie regelmäßige Verlaufskontrollen können sinnvoll sein. Zusammen ermöglichen diese Voraussetzungen eine sehr wirksame und sichere Behandlung von Wechseljahresbeschwerden.

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Mrd. $
verliert die amerikanische Wirtschaft
jährlich durch wechseljahrsbedingte
Krankheitstage*

(Quelle: Faubion, S. S., Enders, F., u.a. Impact of Menopause Symptoms on Women in the Workplace. Mayo Clinic proceedings 2023, 98(6), 833–845.)

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